Es häufen sich in letzter Zeit die Artikel (z.B. im Spiegel), wo mit unterschiedlichen Argumenten das Bargeld abgeschafft werden soll.
Ich bin strikt dagegen.
Bargeld ist die letzte Möglichkeit, der totalen Kontrolle auszukommen.
Wenn Du in Ungnade fällst (und das ist bei den Big Data gleich einmal geschehen), kann Dir der, der das Geld kontrolliert, Dir den Geldhahn abdrehen.
Ich wäre mit meiner Kritik am neoliberalen System und am Geldsystem und nicht zuletzt wegen dieses Blogeintrags wahrscheinlich unter den ersten.
Du kannst nichts mehr kaufen.
Du kannst nirgends mehr öffentlich fahren (da die Zugangskontrolle durch RFID Chips erfolgen wird. Der Chip kann deaktiviert werden - Du kannst in kein öffentliches Gebäude mehr hinein.
Lesegeräte können überall angebracht werden, auch außen am Haus.
Du kannst nicht mehr nach Hause.
Deine Verwandten werden ebenso abgedreht, bis Du Dich stellst.
Warum nicht auch deine Freunde?
Alles nur böse Phantasien eines paranoiden Verfolgungswahnhirns?
Wenn ich mir die Geheimdienstskandale anschaue, wenn ich sehe, wie Personen verfolgt werden, die Gesetzesverstöße von Regierungen und deren Erfüllungsgehilfen aufzeigen, bin ich mir nicht so sicher.
Viel fehlt dann nicht mehr zur schönen neuen Welt. Aber wir müssen uns auch beeilen, wir sind 40 Jahre im Rückstand.
Mittwoch, 20. November 2013
Dienstag, 19. November 2013
Aufruf zur Evolution
Ich möchte mich an den Artikel von Naomi Klein anlehnen, die meint: Widerstand wird zur Pflicht, wollen wir überleben.
Man muss nicht so mutig sein wie der Glaziologe Jason Box, einer der weltweit renommiertesten Experten für die schmelzenden Eisschilde Grönlands. Er ließ sich vor dem weißen Haus verhaften, als er gegen die Keystone-XL-Teersandpipeline demonstrierte. (Und die USA gehört zu den Ländern, wo es nicht sehr ratsam ist, verhaftet zu werden).
Ich bin nämlich nicht so mutig. Dennoch kann jeder etwas machen.
Ich habe in den letzten Jahren versucht, eine neue Richtung einzuschlagen, neue Verhaltensweisen für mich zu entwickeln, die menschen- und ressourcenwürdigend(er) sind. Hier sind ein paar Erfahrungswerte:
1. Einstellung und Einsicht.
Intensive Information und Recherche hat dazu geführt, dass ich unser Wirtschafts- und Finanzsystem anders sehe als vor 12 Jahren. Ich vertrete mittlerweile das Modell der Geschenkökonomie. (Hier ist
das Buch dazu und noch weitere Ideen) und unterstütze es.
2. Persönlicher Lebensstil (siehe auch hier: Tipps gegen Stress)
Vom Turbokapitalisten zum ...?
Vor 12 Jahren war mein Kurs Firmenaufbau und Wachstum. Geld verdienen.
Mittlerweile habe ich meine Firmen liquidiert oder verkauft und arbeite deutlich weniger. Dadurch zahle ich weniger Steuern (ich möchte nicht die "Banken retten" oder die "nervösen Märkte beruhigen"), habe im Gegenzug mehr Zeit (und Geld) um soziale Projekte zu unterstützen).
3. Ressourcen schonen
Ich fahre nicht schneller als 90 (meine Freunde in der BRD mögen diesen Satz gleich wieder vergessen und mir verzeihen).
Ich repariere soweit es geht meine Sachen und versuche der geplanten Obseleszenz ein Schnippchen zu schlagen.
Heute habe ich meine 30 Jahre alte Haube gestopft
(naja, man kann es auch übertreiben).
Mein Auto hat 350.000 km drauf.
Ich überlege mir viel öfter, was ich kaufe.
Mein Handy ist mehr als 5 jahre alt.
4. Ich schreibe eine wissenschaftliche Arbeit, mit dem Ziel, dass Materialien solange verwendet werden wie möglich, die derzeit voll funktionsfähig geschreddert werden.
Ich versuche laufend, mich in diese Richtung weiter zu entwickeln. Für mich gibt es hier kein "zurück in die Steinzeit". Ich bin überzeugt, dass wir bei deutlich besserer Lebensqualität ebenso deutlich weniger Ressourcen vergeuden können.
Man muss nicht so mutig sein wie der Glaziologe Jason Box, einer der weltweit renommiertesten Experten für die schmelzenden Eisschilde Grönlands. Er ließ sich vor dem weißen Haus verhaften, als er gegen die Keystone-XL-Teersandpipeline demonstrierte. (Und die USA gehört zu den Ländern, wo es nicht sehr ratsam ist, verhaftet zu werden).
Ich bin nämlich nicht so mutig. Dennoch kann jeder etwas machen.
Ich habe in den letzten Jahren versucht, eine neue Richtung einzuschlagen, neue Verhaltensweisen für mich zu entwickeln, die menschen- und ressourcenwürdigend(er) sind. Hier sind ein paar Erfahrungswerte:
1. Einstellung und Einsicht.
Intensive Information und Recherche hat dazu geführt, dass ich unser Wirtschafts- und Finanzsystem anders sehe als vor 12 Jahren. Ich vertrete mittlerweile das Modell der Geschenkökonomie. (Hier ist
das Buch dazu und noch weitere Ideen) und unterstütze es.
2. Persönlicher Lebensstil (siehe auch hier: Tipps gegen Stress)
Vom Turbokapitalisten zum ...?
Vor 12 Jahren war mein Kurs Firmenaufbau und Wachstum. Geld verdienen.
Mittlerweile habe ich meine Firmen liquidiert oder verkauft und arbeite deutlich weniger. Dadurch zahle ich weniger Steuern (ich möchte nicht die "Banken retten" oder die "nervösen Märkte beruhigen"), habe im Gegenzug mehr Zeit (und Geld) um soziale Projekte zu unterstützen).
3. Ressourcen schonen
Ich fahre nicht schneller als 90 (meine Freunde in der BRD mögen diesen Satz gleich wieder vergessen und mir verzeihen).
Ich repariere soweit es geht meine Sachen und versuche der geplanten Obseleszenz ein Schnippchen zu schlagen.
Heute habe ich meine 30 Jahre alte Haube gestopft
(naja, man kann es auch übertreiben).
Mein Auto hat 350.000 km drauf.
Ich überlege mir viel öfter, was ich kaufe.
Mein Handy ist mehr als 5 jahre alt.
4. Ich schreibe eine wissenschaftliche Arbeit, mit dem Ziel, dass Materialien solange verwendet werden wie möglich, die derzeit voll funktionsfähig geschreddert werden.
Ich versuche laufend, mich in diese Richtung weiter zu entwickeln. Für mich gibt es hier kein "zurück in die Steinzeit". Ich bin überzeugt, dass wir bei deutlich besserer Lebensqualität ebenso deutlich weniger Ressourcen vergeuden können.
Montag, 11. November 2013
Vom Wirtschaften zum Gemeinschaften - Science Event 2013
Das Umweltbundesamt lud heute ins altehrwürdige Funkhaus in die Argentinierstraße in Wien..
http://www.umweltbundesamt.at/anmeldung_scienceevent13/
Das Thema zeigt, dass aus vereinzelten Ideen ein Trend geworden ist.
Der erste Redner (Harald Heinrichs) forscht zum Thema Sharing Economy, und als ich ihn beim Büffet anschließend frage, ob er die Geschenkökonomie unter diesen Begriff einordnen würde (was ich nicht tun würde, da es etwas gänzlich anderes ist), meint er sinngemäß:
"Es macht gesellschaftspolitisch Sinn, aus den unterschiedlichen Ideen eine Bewegung unter einem Dach zu subsummieren."
Das überzeugt mich.
Begeisternde Einzelprojekte wurden von begeisterten Vertretern vorgestellt (z.B. Cradle to Cradle, Urban Gardening, die soziokratisch organisierte Bank für Gemeinwohl und vor allem das Reparaturzentrum RUSZ begeisterten mich). Hier machen Leute etwas, das sie wirklich für sinnvoll erachten.
Der Kontrast kam in der Podiumsdiskussion, wo Vertreter der klassischen Ökonomie (die Sponsoren) ihre Statements abgaben.
Was für ein Gegensatz!
Leere Worthülsen, entfremdete Fremdworte, alles ist dem Homo Ökonomicus untergeordnet. "Das kostet extra", "Innovation = besser und billiger,...").
Sinn war für mich nicht zu spüren. Dafür gelebte Knappheit an Begeisterung. Das wurde durch Nichtssagen oder nichts sagen ausgedrückt.
Als einer aus dem Publikum anmerkte, dass unser Geldsystem ein grundlegendes Problem darstellt, mit Zinseszinsproblematik sowie Privatisierung in die Hände einer Minderheit wurde ihm vor dem letzten Punkt das Wort abgedreht (der wäre gewesen: Belohnung von Knappheit anstatt von Fülle). Die Frage der Moderatorin ans Podium: "Wer möchte antworten" versandete im Schweigen der neoliberal braingewashten Gesichter: eine kollektive Allegorie des völligen Unverständnisses.
Allerdings: Dieses Podium repräsentiert die Macht. Dass von diesem Establishment keine Lösungen zu erwarten sind, wurde sonnenklar. Die liegen in den Händen der Zivilgesellschft. Deswegen macht es auch Sinn, sich zu einer Bewegung, der Sharing Economy, zu formieren, was zur Zeit der Fall ist.
Dem Podium rufe ich zu: Willkommen in unserer Gegenwart! Bitte horcht auf Euer Herz. Bitte lernt, es wieder zu spüren. Bitte lernt, den Begeisterten zuzuhören, Euch von ihren Sinnmomenten erfüllen zu lassen.
Die von den Rednern mehrfach geforderte Politik möchte ich mit Konstantin Wecker umschreiben: Ein kleines Volk zwischen Agonie und Phagozytenanfällen.
Dass es (trotzdem) lebt merken wir bei Wahlen und bei Gerichtsprozessen.
Ob diese Bewegung ebenso wieder versandet, wie die schon mal dagewesenen Bewegungen der 70er und frühen 80er Jahre (wie es eine Zeitzeugin anmerkte), ob es das Kapital wieder schafft, diese Bewegung auszusitzen und zu korrumpieren, das wird die Qualität der Zeit zeigen.
Ich habe das Gefühl, jetzt ist es nicht mehr aufzuhalten.
Hier schließe ich mich gerne Wecker an:
Doch da muß jetzt was passieren,
zuviel Zeit ist schon verschenkt,
und es wird von den Erstarrten
das Geschick der Welt gelenkt.
Und die fällt bald aus den Angeln.
Komm, wir gehen mit der Flut
und verwandeln mit den Wellen
unsre Angst in neuen Mut.
http://www.umweltbundesamt.at/anmeldung_scienceevent13/
Das Thema zeigt, dass aus vereinzelten Ideen ein Trend geworden ist.
Der erste Redner (Harald Heinrichs) forscht zum Thema Sharing Economy, und als ich ihn beim Büffet anschließend frage, ob er die Geschenkökonomie unter diesen Begriff einordnen würde (was ich nicht tun würde, da es etwas gänzlich anderes ist), meint er sinngemäß:
"Es macht gesellschaftspolitisch Sinn, aus den unterschiedlichen Ideen eine Bewegung unter einem Dach zu subsummieren."
Das überzeugt mich.
Begeisternde Einzelprojekte wurden von begeisterten Vertretern vorgestellt (z.B. Cradle to Cradle, Urban Gardening, die soziokratisch organisierte Bank für Gemeinwohl und vor allem das Reparaturzentrum RUSZ begeisterten mich). Hier machen Leute etwas, das sie wirklich für sinnvoll erachten.
Der Kontrast kam in der Podiumsdiskussion, wo Vertreter der klassischen Ökonomie (die Sponsoren) ihre Statements abgaben.
Was für ein Gegensatz!
Leere Worthülsen, entfremdete Fremdworte, alles ist dem Homo Ökonomicus untergeordnet. "Das kostet extra", "Innovation = besser und billiger,...").
Sinn war für mich nicht zu spüren. Dafür gelebte Knappheit an Begeisterung. Das wurde durch Nichtssagen oder nichts sagen ausgedrückt.
Als einer aus dem Publikum anmerkte, dass unser Geldsystem ein grundlegendes Problem darstellt, mit Zinseszinsproblematik sowie Privatisierung in die Hände einer Minderheit wurde ihm vor dem letzten Punkt das Wort abgedreht (der wäre gewesen: Belohnung von Knappheit anstatt von Fülle). Die Frage der Moderatorin ans Podium: "Wer möchte antworten" versandete im Schweigen der neoliberal braingewashten Gesichter: eine kollektive Allegorie des völligen Unverständnisses.
Allerdings: Dieses Podium repräsentiert die Macht. Dass von diesem Establishment keine Lösungen zu erwarten sind, wurde sonnenklar. Die liegen in den Händen der Zivilgesellschft. Deswegen macht es auch Sinn, sich zu einer Bewegung, der Sharing Economy, zu formieren, was zur Zeit der Fall ist.
Dem Podium rufe ich zu: Willkommen in unserer Gegenwart! Bitte horcht auf Euer Herz. Bitte lernt, es wieder zu spüren. Bitte lernt, den Begeisterten zuzuhören, Euch von ihren Sinnmomenten erfüllen zu lassen.
Die von den Rednern mehrfach geforderte Politik möchte ich mit Konstantin Wecker umschreiben: Ein kleines Volk zwischen Agonie und Phagozytenanfällen.
Dass es (trotzdem) lebt merken wir bei Wahlen und bei Gerichtsprozessen.
Ob diese Bewegung ebenso wieder versandet, wie die schon mal dagewesenen Bewegungen der 70er und frühen 80er Jahre (wie es eine Zeitzeugin anmerkte), ob es das Kapital wieder schafft, diese Bewegung auszusitzen und zu korrumpieren, das wird die Qualität der Zeit zeigen.
Ich habe das Gefühl, jetzt ist es nicht mehr aufzuhalten.
Hier schließe ich mich gerne Wecker an:
Doch da muß jetzt was passieren,
zuviel Zeit ist schon verschenkt,
und es wird von den Erstarrten
das Geschick der Welt gelenkt.
Und die fällt bald aus den Angeln.
Komm, wir gehen mit der Flut
und verwandeln mit den Wellen
unsre Angst in neuen Mut.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Wollen die Bedingungslosen das Grundeinkommen verhindern?
Es gibt einen Trend, der in den letzten Jahren massiv geworden ist: Die Forderung nach dem bedingungslosen Grundeinkommen.
Ich habe mir und anderen die Frage gestellt, warum es das nicht gibt.
Meine Gegenargumente: Ich gaube, die Gesellschaft ist noch nicht reif dafür, der Schritt wäre zu groß. Die Produktivität des Volkes würde dramatisch runtergehen. Und da es ja irgendjemand bezahlen muss, wäre irgendwann zu wenig Geld dafür da.
Also: ich bin mir sicher, dass ich sobald wie möglich dramatisch weniger arbeiten würde.
Außerdem: ich kenne kein serös evaluiertes Projekt, wo es mit Erfolg umgesetzt wurde.
Zum Beispiel ein Versuchsprojekt: Eine private Initiative von Patrick Siebert, wo ich eingeladen wurde, beizutreten, was ich abgelehnt habe. Ich zahle eh schon Steuern, die an die Ärmeren gehen, manchmal Bankzinsen an die Reichen ... und dann noch mehr für die Ärmeren spenden? Hmmm. widerstrebt mir. Und selber nehmen, widerstrebt mir auch.
Das Gegenargument anderer: Unfair, ich muss arbeiten und die machen sich einen schönen Tag. Warum soll ich dann noch diese Arbeit machen (Polizist, Bäcker,...) wenn ich fast mehr Geld bekomme? Ich höre sofort auf zu arbeiten.Ich war immer für das Bedingte Grundeinkommen. Das bedeutet: Wer es möchte, muss etwas fürs Gemeinwohl machen. Damit würde man die Gegner ihrer Argumente berauben, (ich hätte auch keine mehr dagegen), es wäre politisch vielleicht sogar umsetzbar.
Die Vertreter des Bedingungslosen Grundeinkommens sind mit beinahe religiösem Eifer gegen jede Bedingung, die die Freiheit einschränkt. Verhindern sie nicht damit das Grundeinkommen? Wenn sie es als Stufenplan sehen würden - zuerst das Bedingte, dann das Bedingungslose, dann könnten sie ihr Ziel mit einer Zwischenstufe (vielleicht) erreichen.
Ich bezweifle, dass das Bedingungslose Grundeinkommen politisch umsetzbar ist - und ich bin selbst auch dagegen. Für das Bedingte sehr wohl (über die Bedingungen können wir uns sicher einigen ... vielleicht 2 Stunden pro Woche fürs Gemeinwohl? 6 Stunden? Egal. hauptsache irgendwas).
Ich stelle mir die Frage: Wer profitiert davon, dass es kein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt.
Da die Vertreter die Vorstufe so vehement ablehnen, profitieren die Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Sind vielleicht die Vertreter versteckte Gegner? Sind sie nur deren Handlanger? Sind sie blauäugig? Was ist da los?
Zu guter Letzt habe ich Götz Werner, Aufsichtsratschef der Drogeriekette dm, gefragt, wieso er das Bedingungslose Grundeinkommen nicht in seiner Firma eingeführt hat. Er setzt sich ja vehement dafür ein. Wenn er glaubt, was er sagt, müsste es ja wunderbar funktionieren.
Auf die Antwort bin ich gespannt.
Meine Vision:
Zuerst das Bedingte,
dann das Bedingungslose
Dann die Geschenkökonomie.
Ich habe mir und anderen die Frage gestellt, warum es das nicht gibt.
Meine Gegenargumente: Ich gaube, die Gesellschaft ist noch nicht reif dafür, der Schritt wäre zu groß. Die Produktivität des Volkes würde dramatisch runtergehen. Und da es ja irgendjemand bezahlen muss, wäre irgendwann zu wenig Geld dafür da.
Also: ich bin mir sicher, dass ich sobald wie möglich dramatisch weniger arbeiten würde.
Außerdem: ich kenne kein serös evaluiertes Projekt, wo es mit Erfolg umgesetzt wurde.
Zum Beispiel ein Versuchsprojekt: Eine private Initiative von Patrick Siebert, wo ich eingeladen wurde, beizutreten, was ich abgelehnt habe. Ich zahle eh schon Steuern, die an die Ärmeren gehen, manchmal Bankzinsen an die Reichen ... und dann noch mehr für die Ärmeren spenden? Hmmm. widerstrebt mir. Und selber nehmen, widerstrebt mir auch.
Das Gegenargument anderer: Unfair, ich muss arbeiten und die machen sich einen schönen Tag. Warum soll ich dann noch diese Arbeit machen (Polizist, Bäcker,...) wenn ich fast mehr Geld bekomme? Ich höre sofort auf zu arbeiten.Ich war immer für das Bedingte Grundeinkommen. Das bedeutet: Wer es möchte, muss etwas fürs Gemeinwohl machen. Damit würde man die Gegner ihrer Argumente berauben, (ich hätte auch keine mehr dagegen), es wäre politisch vielleicht sogar umsetzbar.
Die Vertreter des Bedingungslosen Grundeinkommens sind mit beinahe religiösem Eifer gegen jede Bedingung, die die Freiheit einschränkt. Verhindern sie nicht damit das Grundeinkommen? Wenn sie es als Stufenplan sehen würden - zuerst das Bedingte, dann das Bedingungslose, dann könnten sie ihr Ziel mit einer Zwischenstufe (vielleicht) erreichen.
Ich bezweifle, dass das Bedingungslose Grundeinkommen politisch umsetzbar ist - und ich bin selbst auch dagegen. Für das Bedingte sehr wohl (über die Bedingungen können wir uns sicher einigen ... vielleicht 2 Stunden pro Woche fürs Gemeinwohl? 6 Stunden? Egal. hauptsache irgendwas).
Ich stelle mir die Frage: Wer profitiert davon, dass es kein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt.
Da die Vertreter die Vorstufe so vehement ablehnen, profitieren die Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Sind vielleicht die Vertreter versteckte Gegner? Sind sie nur deren Handlanger? Sind sie blauäugig? Was ist da los?
Zu guter Letzt habe ich Götz Werner, Aufsichtsratschef der Drogeriekette dm, gefragt, wieso er das Bedingungslose Grundeinkommen nicht in seiner Firma eingeführt hat. Er setzt sich ja vehement dafür ein. Wenn er glaubt, was er sagt, müsste es ja wunderbar funktionieren.
Auf die Antwort bin ich gespannt.
Meine Vision:
Zuerst das Bedingte,
dann das Bedingungslose
Dann die Geschenkökonomie.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
5 Vorschläge gegen Stress
Ich kenne viele Personen, die klagen über Stress.
Ich habe derzeit das Gefühl, kaum Stress zu haben. Das war nicht immer so, und es war nicht leicht, es zu erreichen. Hier sind einige Tipps:
1. Ich habe gelernt, wesentlich öfter nein zu sagen.
Die beste Definition von Stress habe ich von Reinhard Sprenger: "Stress ist, ja sagen und nein denken". Wie oft sagt unser Mund schon ja, während unser bauch schon aufjault und NEIN schreien will, aber leider keinen Mund hat. Den Versuch des Magens, dennoch zu schreien, nennt man Magengeschwür.
Tipp Nr. 1: Sag nie sofort ja, schlafen Sie eine Nacht darüber und höre auf Dein Bauchgefühl.
2. Ich nehme mir viel mehr Zeit als früher, wenn ich wohin fahre.
Die beste Definition für mein früheres Reiseverhalten habe ich von Helmut Qualtinger in Der Wüde auf seina Maschin:
I hob zwoar ka ohnung wo i hinfoahr
Aber dafür bin i gschwinder duat
Naja, ich habe schon gewusst wohin, aber bin so schnell wie möglich hingefahren. Mittlerweile fahre ich nicht schneller als 100 (auf der Autobahn), auf der Bundesstraße eher 80.
Das Reisen hat sich von der Hetze zur kontemplativen Tätigkeit entwickelt.
Ich habe nun viel Zeit, bin sehr früh an meinem Bestimmungsortr, kann dort auf einen Kaffee gehen und Zeitung lesen ... aber am wichtigsten: Ich habe nicht das gefühl, mich zu hetzen.
Unvorstellbar?
Tipp Nr. 2: Probiers aus. Nur 3 Monate lang ...maximal 100 ...
3. Ich habe weniger Termine in meinem Terminkalender.
Wir sind immer noch der Herr über unseren Kalender.
Die beste Definition für falsches Kalendermanagement wird Helmut Fischer zugeschrieben: "A bisserl was geht immer". Ich habe einen Kalender, in den ich maximal zwei Termine pro Tag eintragen kann. meistens ist es nur einer pro Tag. Warum sollte ich auch mehr Termine hineinpressen?
Tipp Nr. 3: Reduziere die Termine.
4. Ich habe weniger Zeitdruck
Die beste Definition für Zeitmanagement habe ich von Harry Beckwith (Selling the Invisible). "Say p.m., deliver a.m." (Versprich es für Nachmittag und liefere es am Vormittag.). Ich stelle eine Tendenz "in uns" fest, in zu engen Zeithorizonten zu denken. Wir nennen unserem gegenüber den frühest möglichen Zeitpunkt. Warum eigentlich? Ich habe mir angewöhnt, die Liefertermine, die mir in den Sinn kommen, sofort deutlich nach hinten zu verschieben.
Tipp Nr. 4: Setze Dich selbst nicht unter Druck.
Verschiebe deine Termine deutlich nach hinten
- sage nicht "15.00 Uhr", sage "17.00 Uhr."
Ich liefere dann eher gegen 17 Uhr.
5. Ich schiebe Termine nach hinten.
Ich ersuche meine Kunden, ob es später auch geht. Viele meiner Kunden haben ein ähnliche Tendenzen, Termine zu eng zu setzen. Sie sagen oft: Ich brauch das morgen ... und dann treffen sie aber die Entscheidung erst nach 2-3 Wochen. Das brachte mich auf die Idee, vielleicht nachzufragen, ob es wirklich schon morgen sein muss.
Die beste Derfinition für diese Strategie hat meine Mutter: "Fragen kostet nix". Und siehe da: Es ist fast immer später möglich.
Tipp Nr. 5: Frage obs übermorgen auch noch geht.
Das gilts zu bedenken:
Der Weg vom stressreichen Leben zum stressarmen ist lang und schwierig - schneller gehts, wenn man einen Herzinfarkt nützt (den habe ich nicht gehabt, daher hats länger gedauert).
Ich habe derzeit das Gefühl, kaum Stress zu haben. Das war nicht immer so, und es war nicht leicht, es zu erreichen. Hier sind einige Tipps:
1. Ich habe gelernt, wesentlich öfter nein zu sagen.
Die beste Definition von Stress habe ich von Reinhard Sprenger: "Stress ist, ja sagen und nein denken". Wie oft sagt unser Mund schon ja, während unser bauch schon aufjault und NEIN schreien will, aber leider keinen Mund hat. Den Versuch des Magens, dennoch zu schreien, nennt man Magengeschwür.
Tipp Nr. 1: Sag nie sofort ja, schlafen Sie eine Nacht darüber und höre auf Dein Bauchgefühl.
2. Ich nehme mir viel mehr Zeit als früher, wenn ich wohin fahre.
Die beste Definition für mein früheres Reiseverhalten habe ich von Helmut Qualtinger in Der Wüde auf seina Maschin:
I hob zwoar ka ohnung wo i hinfoahr
Aber dafür bin i gschwinder duat
Naja, ich habe schon gewusst wohin, aber bin so schnell wie möglich hingefahren. Mittlerweile fahre ich nicht schneller als 100 (auf der Autobahn), auf der Bundesstraße eher 80.
Das Reisen hat sich von der Hetze zur kontemplativen Tätigkeit entwickelt.
Ich habe nun viel Zeit, bin sehr früh an meinem Bestimmungsortr, kann dort auf einen Kaffee gehen und Zeitung lesen ... aber am wichtigsten: Ich habe nicht das gefühl, mich zu hetzen.
Unvorstellbar?
Tipp Nr. 2: Probiers aus. Nur 3 Monate lang ...maximal 100 ...
3. Ich habe weniger Termine in meinem Terminkalender.
Wir sind immer noch der Herr über unseren Kalender.
Die beste Definition für falsches Kalendermanagement wird Helmut Fischer zugeschrieben: "A bisserl was geht immer". Ich habe einen Kalender, in den ich maximal zwei Termine pro Tag eintragen kann. meistens ist es nur einer pro Tag. Warum sollte ich auch mehr Termine hineinpressen?
Tipp Nr. 3: Reduziere die Termine.
4. Ich habe weniger Zeitdruck
Die beste Definition für Zeitmanagement habe ich von Harry Beckwith (Selling the Invisible). "Say p.m., deliver a.m." (Versprich es für Nachmittag und liefere es am Vormittag.). Ich stelle eine Tendenz "in uns" fest, in zu engen Zeithorizonten zu denken. Wir nennen unserem gegenüber den frühest möglichen Zeitpunkt. Warum eigentlich? Ich habe mir angewöhnt, die Liefertermine, die mir in den Sinn kommen, sofort deutlich nach hinten zu verschieben.
Tipp Nr. 4: Setze Dich selbst nicht unter Druck.
Verschiebe deine Termine deutlich nach hinten
- sage nicht "15.00 Uhr", sage "17.00 Uhr."
Ich liefere dann eher gegen 17 Uhr.
5. Ich schiebe Termine nach hinten.
Ich ersuche meine Kunden, ob es später auch geht. Viele meiner Kunden haben ein ähnliche Tendenzen, Termine zu eng zu setzen. Sie sagen oft: Ich brauch das morgen ... und dann treffen sie aber die Entscheidung erst nach 2-3 Wochen. Das brachte mich auf die Idee, vielleicht nachzufragen, ob es wirklich schon morgen sein muss.
Die beste Derfinition für diese Strategie hat meine Mutter: "Fragen kostet nix". Und siehe da: Es ist fast immer später möglich.
Tipp Nr. 5: Frage obs übermorgen auch noch geht.
Das gilts zu bedenken:
Der Weg vom stressreichen Leben zum stressarmen ist lang und schwierig - schneller gehts, wenn man einen Herzinfarkt nützt (den habe ich nicht gehabt, daher hats länger gedauert).
- Ich habe jetzt nur mehr 10% vom Umsatz wie im Jahr 2000. Das ergibt weniger Prestiege. Umsatz = Prestiege. Habe aber jetzt nicht das Gefühl, weniger Geld zu haben, weil ich eh immer alles ausgegeben habe. Früher halt 10 Mal so viel.
- Ich habe meine beiden Firmen nicht mehr: Eine liquidiert, die andere verkauft. Ich habe jetzt weniger Status als früher. Firmen sind Status.
- Ich habe es erst aushalten lernen müssen, weniger zu tun. Man kommt sich anfänglich überflüssig vor. Arbeit = Lebensinhalt.
- Und es gibt Rückfälle, weil Stress starke Suchtsymptome hat. Dranbleiben! heißt es dann. Stress = Sucht.
Montag, 23. September 2013
Ist der vitruvianische Mensch von Da Vinci ein Fake, Irrtum, oder ganz was anderes?
Als Fake (engl. Fälschung) bezeichnet man ein Imitat, eine Schwindel oder eine Vortäuschung falscher Tatsachen.
Der Irrtum bezeichnet im engeren Sinne eine falsche Annahme, Behauptung, Meinung oder einen falschen Glauben, wobei der Behauptende, Meinende oder Glaubende jeweils von der Wahrheit seiner Aussage(n) überzeugt ist.
So schreibt Wikipedia.
Wie heißt das, wenn der Sender einer Botschaft was anderes suggerieren möchte als der Empfänger versteht?
Der Vitruvianische Mensch ist beinahe allgegenwärtig.
Ich habe ein paar Leute gefragt, wie sie den unteren Teil des Bildes interpretieren. Es geht ihnen so, wie mir. Die Füße des Menschen beschreiben bei seitlichen Bewegungen einen Kreis, nämlich den, der im Bild um den Menschen herum gezeichnet ist.
Im Klartext: Beide Füße beschreiben einen Kreisbogen, der um den Menschen herumführt.
Bei Da Vinci liegt der Mittelpunkt des Kreises im Bauchnabel.
Wie geht es Inhnen/Dir damit? Siehst Du das genau so? Oder siehst Du die Beinbewegung völlig unabhängig vom eingezeichneten Kreis?
Ich werde noch mehr Leute fragen ...
Zweitere Annahme ist aber nach meinem Verständnis falsch, es bewegen sich die Füße/Beine im Hüftgelenk und beschreiben eine (nahezu) kreisförmige Bewegung mit dem Mittelpunkt im Hüftgelenk.
Somit haben wir zwei Mittelpunkte, zwei Kreise, und die müssen auch kleiner sein als der Kreis um den Bauchnabel.
Gehen wir mal davon aus, dass das Da Vinci bewusst war.
Was wollte er wirklich?
Wollte er ein "Finde-den-Fehler- Bild machen? Oder ganz was anderes ausdrücken?
Wars Irrtum, Fake (so wie beim Panzer) oder ganz was anderes?
Der Irrtum bezeichnet im engeren Sinne eine falsche Annahme, Behauptung, Meinung oder einen falschen Glauben, wobei der Behauptende, Meinende oder Glaubende jeweils von der Wahrheit seiner Aussage(n) überzeugt ist.
So schreibt Wikipedia.
Wie heißt das, wenn der Sender einer Botschaft was anderes suggerieren möchte als der Empfänger versteht?
Der Vitruvianische Mensch ist beinahe allgegenwärtig.
Ich habe ein paar Leute gefragt, wie sie den unteren Teil des Bildes interpretieren. Es geht ihnen so, wie mir. Die Füße des Menschen beschreiben bei seitlichen Bewegungen einen Kreis, nämlich den, der im Bild um den Menschen herum gezeichnet ist.
Im Klartext: Beide Füße beschreiben einen Kreisbogen, der um den Menschen herumführt.
Bei Da Vinci liegt der Mittelpunkt des Kreises im Bauchnabel.
Wie geht es Inhnen/Dir damit? Siehst Du das genau so? Oder siehst Du die Beinbewegung völlig unabhängig vom eingezeichneten Kreis?
Ich werde noch mehr Leute fragen ...
Zweitere Annahme ist aber nach meinem Verständnis falsch, es bewegen sich die Füße/Beine im Hüftgelenk und beschreiben eine (nahezu) kreisförmige Bewegung mit dem Mittelpunkt im Hüftgelenk.
Somit haben wir zwei Mittelpunkte, zwei Kreise, und die müssen auch kleiner sein als der Kreis um den Bauchnabel.
Gehen wir mal davon aus, dass das Da Vinci bewusst war.
Was wollte er wirklich?
Wollte er ein "Finde-den-Fehler- Bild machen? Oder ganz was anderes ausdrücken?
Wars Irrtum, Fake (so wie beim Panzer) oder ganz was anderes?
Montag, 16. September 2013
Konflikstsucht als Krankheitsbild?
Aussteigen ist die einfachste Möglichkeit, einen Konflikt zu beenden. geht natürlich nicht immer, aber oft.
"Stell Dir vor, Du fängst einen Konflikt mit mir an, aber ich gehe nicht hin" - die abgewandelte Taktik der Kriegsverweigerer.
Schön wärs. So einfach ist es nicht.
Das Aussteigen aus einem Konflikt kann durch ein suchtartiges Phänomen verhindert werden.
Nehmen wir an, jemand behauptet öffentlich etwas diffamierendes über Dich. Der "normale" Konfliktweg: Öffentliche Gegenbehauptung aufstellen, auch etwas diffamierendes sagen, klagen usw. Damit geht der Konflikt weiter.
Es wäre so leicht, einfach nichts zu machen - abert nur theoretisch. Praktisch hält man es ja nicht aus, wenn der andere was meiner Meinung nach Unfaires, falsches tut oder sagt.
Daher macht man was, worauf der andere auch wieder was macht - der Konflikt eskaliert.
Irgendwann wartest Du schon auf die nächste Mail, auf die nächste öffentliche Behauptung, und wenn dann die Mail endlich da ist, schießen die Endorphine ein.
Ich habe das erlebt und es war für mich eine fast unmenschliche Leistung, nicht (mehr) zu reagieren, es sein lassen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in die Tasten gegriffen habe, um eine Gegendarstellung zu schreiben ... wieder gelöscht.
Ich habe alle Anzeichen einer Sucht gezeigt und - ähnlich wie es über die Alkoholsucht geschrieben wird - scheint es auch hier keine Heilung zu geben.
Daher nenne ich es Konfliktsucht.
Ich bin nicht sicher, ob es das gleiche ist wie Streitsucht:
Wikipedia schreibt über die paranoide Persönlichkeitsstörung, dass sie "gekennzeichnet (ist) durch besondere Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, übertriebenes Misstrauen sowie die Neigung, Erlebtes in Richtung auf feindselige Tendenzen der eigenen Person gegenüber zu deuten. Neutrale und freundliche Handlungen anderer werden als feindlich, herabsetzend oder verächtlich machend erlebt. ... (ICD-10-2005).
Ich denke, es gibt unabhängig von der Persönlichkeitsstörung der Streitsucht auch die Sucht nach einem ganz bestimmten Konflikt. Dann kann man kaum aussteigen, obwohl die Ratio sagt, dass es besser wäre.
Am Ende steht die gegenseitige Selbstvernichtung.
"Stell Dir vor, Du fängst einen Konflikt mit mir an, aber ich gehe nicht hin" - die abgewandelte Taktik der Kriegsverweigerer.
Schön wärs. So einfach ist es nicht.
Das Aussteigen aus einem Konflikt kann durch ein suchtartiges Phänomen verhindert werden.
Nehmen wir an, jemand behauptet öffentlich etwas diffamierendes über Dich. Der "normale" Konfliktweg: Öffentliche Gegenbehauptung aufstellen, auch etwas diffamierendes sagen, klagen usw. Damit geht der Konflikt weiter.
Es wäre so leicht, einfach nichts zu machen - abert nur theoretisch. Praktisch hält man es ja nicht aus, wenn der andere was meiner Meinung nach Unfaires, falsches tut oder sagt.
Daher macht man was, worauf der andere auch wieder was macht - der Konflikt eskaliert.
Irgendwann wartest Du schon auf die nächste Mail, auf die nächste öffentliche Behauptung, und wenn dann die Mail endlich da ist, schießen die Endorphine ein.
Ich habe das erlebt und es war für mich eine fast unmenschliche Leistung, nicht (mehr) zu reagieren, es sein lassen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in die Tasten gegriffen habe, um eine Gegendarstellung zu schreiben ... wieder gelöscht.
Ich habe alle Anzeichen einer Sucht gezeigt und - ähnlich wie es über die Alkoholsucht geschrieben wird - scheint es auch hier keine Heilung zu geben.
Daher nenne ich es Konfliktsucht.
Ich bin nicht sicher, ob es das gleiche ist wie Streitsucht:
Wikipedia schreibt über die paranoide Persönlichkeitsstörung, dass sie "gekennzeichnet (ist) durch besondere Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, übertriebenes Misstrauen sowie die Neigung, Erlebtes in Richtung auf feindselige Tendenzen der eigenen Person gegenüber zu deuten. Neutrale und freundliche Handlungen anderer werden als feindlich, herabsetzend oder verächtlich machend erlebt. ... (ICD-10-2005).
Ich denke, es gibt unabhängig von der Persönlichkeitsstörung der Streitsucht auch die Sucht nach einem ganz bestimmten Konflikt. Dann kann man kaum aussteigen, obwohl die Ratio sagt, dass es besser wäre.
Am Ende steht die gegenseitige Selbstvernichtung.
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